Mythos: „Man darf Babys nicht verwöhnen“

Immer wieder hört man den Rat: „Man darf Babys nicht zu oft kuscheln oder tragen, sonst tanzen sie einem später auf der Nase herum.“
Im ersten Lebensjahr sollte dein Baby geradezu „verwöhnt“ werden – und das im besten Sinne.
Wusstest du, dass in vielen Kulturen der Begriff „verwöhnen“ für Babys gar nicht existiert? Dort ist es völlig selbstverständlich, auf die Bedürfnisse des Kindes zu reagieren, es zu tragen, zu kuscheln und Nähe zu geben. Babys sind instinktgesteuert, nicht verstandesorientiert – sie kommunizieren über Weinen, Körperbewegungen und Nähe, was völlig normal und gesund ist.
Ob ein Kind später „auf der Nase herumtanzt“, hängt nicht vom vielen Körperkontakt im ersten Lebensjahr ab. Im Gegenteil: eine sichere Bindung entsteht genau durch Nähe, Körperkontakt und feinfühliges Eingehen auf das Kind. Diese Bindung legt den Grundstein für ein gesundes Selbstvertrauen, emotionale Stabilität und soziale Kompetenz.
Fazit:
Nähe, Kuscheln und Reagieren auf die Signale deines Babys sind kein Verwöhnen, sondern eine wichtige Grundlage für seine gesunde Entwicklung.
