Mythos:“Keine blähenden Nahrungsmittel beim Stillen“

Viele stillende Mütter sorgen sich, dass bestimmte Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln Bauchschmerzen beim Baby verursachen könnten. Das ist ein weit verbreiteter Mythos.
Muttermilch ist nicht einfach Mageninhalt
Muttermilch wird nicht direkt aus dem Mageninhalt gebildet, sondern aus deinem Blut. Sie enthält Nährstoffe, Immunfaktoren und Enzyme, die speziell auf dein Baby abgestimmt sind.
Das bedeutet: Du kannst grundsätzlich essen, was dir schmeckt, und musst keine Lebensmittelgruppen kategorisch meiden. Alles ist erlaubt, solange es in Maßen genossen wird und dir guttut.
Auf Symptome achten
Manchmal reagiert ein Baby empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel – das ist aber eher die Ausnahme. Achte auf auffällige Symptome, wie:
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Hautausschläge oder Ekzeme
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Plötzliche Gewichtsabnahme
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Blut im Stuhl
In solchen Fällen könnte eine allergische Reaktion oder Unverträglichkeit vorliegen. Dann solltest du unbedingt einen Kinderarzt oder eine Stillberaterin zu Rate ziehen.
Fazit
Du musst dich beim Essen während der Stillzeit nicht einschränken. Muttermilch passt sich an dein Kind an, und nur in seltenen Fällen können bestimmte Lebensmittel Probleme verursachen. Höre auf deinen Körper, genieße deine Mahlzeiten und beobachte dein Baby – das reicht meistens völlig aus.
