Wie oft muss ein Neugeborenes gestillt werden?

Ein Neugeborenes sollte mindestens 8 Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Nach oben gibt es praktisch keine Begrenzung – jedes Baby zeigt individuell, wie viel es braucht. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt ist es besonders wichtig, dass du feinfühlig auf dein Kind achtest, denn es sendet bereits kleine, subtile Hungerzeichen.
Hautkontakt unterstützt Stillen und Wohlbefinden
Hältst du dein Baby viel im Hautkontakt, ist es in seiner Lieblingsumgebung, nah an deiner Brust und fühlt sich geborgen. So wird es oft automatisch öfter gestillt als Babys, die angezogen in ihrem eigenen Bettchen liegen.
Hautkontakt hat außerdem weitere Vorteile:
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Unterstützung der Temperaturregelung, die dein Baby nun selbstständig erlernen muss
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Stabilisierung wichtiger Körperfunktionen, wie z. B. den Blutzuckerspiegel
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Förderung von Bindung, Sicherheit und Ruhe
Am einfachsten gelingt Hautkontakt, wenn du dein Baby nur mit einer Windel bekleidet auf deinen freien Oberkörper legst und ihr euch zusammen unter eine Decke kuschelt. Es gibt auch praktische Bondingtops oder dehnbare Shirts, die euch beiden Komfort und Nähe ermöglichen. Durch diese Nähe lernst du dein Kind schnell kennen und kannst gut auf seine Bedürfnisse reagieren.
Stillen ist mehr als Nahrung
Die Häufigkeit der Stillmahlzeiten kann von Tag zu Tag variieren – sie hängt nicht nur vom Hungergefühl ab. Stillen bietet deinem Baby mehr als Nahrung:
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Trost und Beruhigung
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Nähe und Wärme
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Sicherheit
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Vertraute Stimme und Geruch der Mutter
Clusterstillen am Abend
Besonders abends verlangen Babys oft häufiger und länger nach der Brust. In diesen Phasen verarbeiten sie den Tag in Sicherheit und senden gleichzeitig Signale für einen zukünftigen Mehrbedarf an Muttermilch. Dieses Verhalten wird als Clusterstillen bezeichnet und ist ein völlig normales, entwicklungsbedingtes Muster.
Fazit:
Regelmäßiges Stillen, kombiniert mit viel Nähe und Hautkontakt, unterstützt nicht nur die Milchproduktion, sondern auch die Bindung, das Wohlbefinden und die Entwicklung deines Babys
